Hummer und Krabben aus Übersee in schwedischen Gewässern

Foto: Fredrik Broman/ imagebank.sweden.se
Foto: Fredrik Broman/ imagebank.sweden.se

Maritime Einwanderer von Übersee machen schwedischen Fischern und Meeresbiologen zu schaffen. Aktuell belasten nordamerikanische Hummer die Beziehungen zwischen Schweden und den USA. Die Spezies breite sich in schwedischen Gewässern immer mehr aus und verdränge die heimische Hummerart, meinen Experten. Um die „Invasion“ der US-Hummer zu stoppen, fordert die schwedische Regierung, den Lebens-Import dieser Tiere künftig zu verbieten. Allerdings lehnte die amerikanische Seite dies „aus Mangel an Beweisen“ bislang ab.

So genannte invasive Arten sind in mittel- und nordeuropäischen Gewässern in den vergangenen Jahren des öfteren beobachtet worden. Biologen und Fischer schlagen Alarm, dass die meist von Menschen eingeschleppten Tiere die heimischen Arten allmählich verdrängen. Das Problem betrifft nicht nur das lukrative Hummergeschäft, sondern ist auch bei den weniger befischten Krabben zu beobachten. Neu „eingebürgert“ in schwedischen Gewässern sind laut Medienberichten auch die asiatische Strandkrabbe (Hemigrapsus sanguineus), die chinesische Wollhandkrabbe (Eriocheir sinensis) und die Samtkrabbe (Necora puber).

Als Träger von fremden Keimen und wegen ihrer raschen Vermehrung könnten diese Arten den Lebensraum der heimischen Arten auf lange Sicht zerstören. Auch in Deutschland ist das Problem bekannt: So gibt es vor Helgoland Stellen, an denen sich bis zu 150 asiatischen Strandkrabben per Quadratmeter Meeresboden tummeln!

Weitere Informationen bei => Die Welt und => Göteborg Posten (schwedisch).

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