Die Festung Bohus – Namensgeber und Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen

In der Umgebung von Göteborg befinden sich zahlreiche Ziele, die bei einem Aufenthalt einen Besuch wert sind. Viele von ihnen finden sich in den Schären, die nördlich der bekannten Metropole liegen. Dazu gehört auch die Festung Bohus, die einst als Namensgeber für die Provinz Bohuslän fungierte. Mittlerweile ist die Festung mehr als 700 Jahre alt. Trotz ihres Alters thront sie noch immer mit einer unverwechselbaren Macht über der Stadt und dem Fluss Kungälv. Sie hinterlässt bereits auf den ersten Blick einen doch recht grauen und düsteren Eindruck. Nicht zuletzt deswegen weist sie noch heute auf die einstige Geschichte hin. Dabei war die Festung Bohus in der Vergangenheit immer wieder Schauplatz unangenehmer und vor allem blutiger Auseinandersetzungen.

Bis 1658 markierte sie außerdem die Grenze zu Norwegen. Nachdem es im gleichen Jahr zum Frieden von Roskilde kam, ging diese Position verloren. In der Zeit als die Festung Bohus die Grenze zu Norwegen war, besaß Schweden nicht mehr als 20 km Westküste. Es handelte sich um das Gebiet des Götaälv. All die Gefilde, die nördlicher lagen, wurden Norwegen zugesprochen. Im Süden hatten die Dänen ihre Hände über den Regionen. Trotz der zahlreichen Auseinandersetzungen gelang es niemanden, die Festung Bohus zu erobern.

Autor(in): Nancy Fischer – Karsten@schwedenstube.de

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