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Dag Hammarskjöld

Der frühere schwedische Staatsminister und Generalsekretär der UNO, Dag Hammarskjöld, kam vor fast 50 Jahren am 18. September 1961 nach einem noch ungeklärten Flugzeugabsturz ums Leben. Ab 2014 wird Dag Hammarskjöld auf den 1000 schwedische Kronen Schein zu sehen sein.

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Dag Hammarskjöld Foto: von wikipedia.org (CC BY 2.0)

Er wurde am 29. Juli 1905 in Jönköping geboren. Sein Vater, Hjalmar, war der schwedische Primierminister. Seine Mutter war Agnes Hammarskjöld, geborene Almqvist. Deren Vater Fridolf Almqvist war der Halbbruder des Schriftstellers Carl Jonas Love Almqvist. Nach Aussagen der Briefe von Familienmitgliedern war Dag Hammarsköld als Kind höflich und bescheiden. Er entwickelte schon  in frühen Jahren ein Interesse für die Natur, insbesondere für Pflanzen, die er sammelte und in Bücher presste.

Im Alter von sechs Jahren wurde er eingeschult. Wie seine Lehrerin berichtete, fiel es ihm besonders leicht zu lernen. Nach der Schulzeit studierte er romanische Sprachen(französisch), Philosophie, Rechts -und Wirtschaftswissenschaften. 1933 habilitierte er mit der Arbeit „kunjuturspridning“.

Dag Hammarskjöld absolvierte eine schnelle und eine erfolgreiche Karriere. Er war Sekretär von der Riksbank von 1935-1941, Staatssekretär im Finanzministerium von 1936-1945, Präsident des schwedischen Riksbankdirektoriums von 1941-1948, schwedischer Delegierter der OEEC(Organization for European Economic Cooperation) von 1947-1953 und stellvertretender Außenminister von 1951-1953.

Im Jahre 1952 trat der 1. Generalsekretär der UNO, der Norweger Trygve Lie, zurück. Er verlor die Unterstützung der Sowjetunion, weil er im Koreakrieg überwiegend die Linie der USA unterstützte. Es wurde 1953 viel diskutiert, wer sein Nachfolger werden soll. Schließlich einigte man sich, dass der schwedische Staatssekretär Dag Hammarskjöld es werden sollte. Hammarskjöld war in keiner Partei, obwohl er Mitglied der schwedischen Regierung war. Diese Tatsache und weil er vom neutralen Schweden kam, konnten beide Seiten von Ost und West ihn als Generalsekretär akzeptieren. Ein weiterer Vorteil war für ihn, dass er fließend Englisch, Französisch und Deutsch sprach.

Als Generalsekretär wurde er von vielen Leuten unterschätzt. Man traute ihm nicht die Härte, die in internationalen Konflikten erforderlich ist, zu. Nachdem es ihm 1954 nach hartnäckigen Gesprächen mit China gelang amerikanische Gefangene aus dem Koreakrieg zu befreien, schlug die Skepsis in Respekt um. Er war erfolgreich in der Suezkanalkrise, weil es ihm unter Zeitdruck gelang eine Friedenstruppe aufzustellen. Außerdem bemühte er sich 1956 beim Ungarnaufstand um den Friedenserhalt in Ungarn. Im Herbst 1961 plante D. H. eine Flugreise in den Kongo, um den Präsidenten Moise Tschombé zu treffen und in der Kongokrise zu vermitteln. Er stürzte mit dem UN-Flugzeug an der Grenze zu der abtrünnigen Provinz Katanga und Neurhodesien(heute Sambia) ab und starb am 18. September 1961. Bis heute ist nicht geklärt, wie es dazu kommen konnte. Erst 1998 wurde ein Bericht veröffentlicht, dass er Opfer eines Mordkomplotts der Geheimdienste der USA, Großbritanniens und Südafrikas wurde, die ihre Interessen im Kongo bedroht sahen. Großbritannien und die USA bestreiten jedoch die Echtheit des Berichts. Dag Hammarskjöld wurde nach seinem Tod der Friedensnobelpreis verliehen. Er wurde schon vor seinem Tod dazu nominiert.

 

Autor(in): Ralf Huslage – rhuslage@yahoo.de

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